Meine Philosophie
(Das Leitmotiv meiner Kunst)
Mit der Zerstörung der Harmonie in der Natur durch den Menschen
zeichnet sich am Horizont die Vision vom Ende allen menschlichen Lebens
ab
Erst wâhrend der letzten Jahrzehnte tauchen neue
Denkweisen auf. Man beginnt, der Harmonie in der Natur, ohne die der
Mensch nicht leben könnte, wieder Bedeutung beizumessen
| Die
Abholzung der tropischen Wälder hört auf; der Zerstörung
der Ozonschicht wird ein Ende gesetzt; überall wird von der
gesetzlichen Mitteln Gebrauch gemacht, um Umwelt und Natur zu
schützen.
Es handelt sich dabei keineswegs um eine kurzlebige Modeerscheinung
unserer Zeit, es geht um das Überleben der Menschheit.
Der Kosmos wird vom Gesetz der Harmonie regiert. Die Bewegung
der Planeten und des Sonnensystems werden durch ein ausgewogenes
und harmonischen Zusammenspiel der Anziehungs- und Abstossungskräfte
bestimmt.
Auch der Mensch lebt unter den Gesetzen dieser Harmonie, die das
Herz des Universums selbst bildet.
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Frühling, Sommer, Herbst und Winter, Geburt, Alter, Tod, Wiedergeburt,
der Lebenszyklus schliesst jeden von uns ein.
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Eine Kunst, die die Gesetze der Natur mißachtet, zerstört
die Umwelt und sich selbst. Wir leben heute im Ungleichgewicht.
Es muß in einer hochtechnisierten Welt wieder das Schöne,
das Geistige und auch das Religiöse zum Ausdruck kommen.
Der Mensch besteht nicht nur aus dem Leib, er hat auch eine Seele.
Wer die Seele verkommen läßt, tötet den Menschen.
Die Kunst soll von Herzen kommen, dann wird sie
auch zum Herzen sprechen. Unsere Zeit hat die Technik zur Gottheit
erklärt und beginnt, sich vom Menschen abzuwenden.
Das Schöne ist ein sinnlicher Teil der Wirklichkeit, den
man allerdings erst dann wahrnimmt, wenn er fehlt. In der Kunst
muß man sich zuhause fühlen, geborgen wie in der Heimat.
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Meine Kunst ist in die Zukunft gerichtet...
Ich suche den Weg, der zu den Idealen führt. Ich bin auf
dem Wege unsere Seele zu suchen und unsere Menschlichkeit wiederzufinden.
Anmut und Zärtlichkeit, Harmonie und Schönheit, Erotik
und Romantik sind die Themen meiner Kunst und da alle Menschen
dies suchen, ist es auch die Erklärung für meinen Erfolg.
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Um die Jahrhundertwende begann ein berechtigter Kampf
um die Befreiung vom erstarrten Manierismus und den Fesseln des optischen
Naturalismus.
Aber statt eines kreativen Wiederaufbaus sind wir in eine Sackgasse des
Neuheitswahn geraten und so wurden unsere Künstler, häufig auch
aus der Überlegung materiellen Vorteils, Berichterstatter des "Unverständlichen".
Ausstellungsdiktatur und Marktpreise sorgen dafür, daß die
morbide Richtung der Kunst nicht verlassen werden kann. In dieser merkwürdigen
Scheinwelt hat sich eine Kunstdiktatur ohne jegliche Toleranz gebildet.
Durch Fortlassen ganzer Kunstrichtungen und das absichtliche
Überbetonen anderer entsteht ein total verdrehtes Bild der gegenwärtigen
Kunst, das die falsch informierte Öffentlichkeit für richtig
halten muß.
Der Maler Hundertwasser sagt : Die moderne Kunst hat sich befreit, so
sehr befreit, daß sie sich selbst erledigt hat..
Zwischen dem Erleben des Künstlers und den Empfindungen
des Betrachters muß eine Übereinstimmung entstehen, die heute
verloren gegangen ist.
Das Schreiben über die Kunstwerke in oft unverständlich philosophischen
Phrasen wurde erst wichtig, als die Kunstwerke aufgehört hatten,
für sich selbst zu sprechen.
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Die Kathedralen der Wortschöpfungen aus den Katalogseiten
sind oft beachtlicher, als die besprochenen Objekte. Wir finden
aus dieser Sackgasse der entmenschlichten Kunst nur heraus, wenn
die Kunst die schöpferische Macht der Sinnlichkeit und der
Menschlichkeit wieder erobert.
Die Tagebücher aus meinen Ausstellungen beweisen, daß
ich zur Seele der Menschen sprechen kann, und daß sie mich
verstehen.
.(Lesen
Sie einige Zeilen aus dieser Tagebüchern)
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Ich möchte zeigen, daß die Kunst wieder
zum Menschlichen zurückkehrt, daß sie Nahrung für unsere
Seele sein kann, die in einer Welt der Überzivilisation verdurstet.
Ich möchte das Blickfeld des Betrachters meiner
Werke nicht durch lange Texte verstellen, die seine Eindrücke steuern.
Beim Betrachten meiner Statuen soll er seinen Gedanken und Gefühlen
freien Lauf lassen.
Ich möchte durch meine Kunst zum positiven Denken in einer neuen
Zeit beitragen. Diese Kunst soll von Seele zu Seele sprechen und den versperrten
Weg zum Herzen und zur Menschlikeit wieder öffnen.
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